Versions Compared

Key

  • This line was added.
  • This line was removed.
  • Formatting was changed.

...

  1. Wer sind die Ansprechpartner für TSM am LRZ?

    Richten Sie Anfragen bitte an den zentralen LRZ-Servicedesk. Dort stehen auch Vorlagen zur Verfügung, mit denen Sie häufig auftauchende Anfragen einfach stellen können (z.B. Nodes löschen, Passwort zurücksetzen, Löschberechtigung erteilen).

  2. Wie groß sollten die Dateien sein, die ich nach TSM stecke?

    Prinzipiell erlaubt TSM beliebige Dateigrößen. In der Praxis ist eine gewisse Mindestgröße zumindest für die Archivierung (beim Backup hat man auf die Dateigrößen kaum Einfluss) empfehlenswert. Idealerweise sollten die Dateien hier größer als einige hundert Kilobyte sein. Die Archivierung von wenigen hundert Dateien, die kleiner als 100 KB sind, ist auch kein Problem. Nur bei größeren Mengen kleiner Dateien sollte man diese vorher im tar-Format bzw. als ZIP-Datei packen.

  3. Wie lange werden meine Daten aufbewahrt?

    Die hier angegebenen Werte sind die vom LRZ gesetzten Voreinstellungen. Mit dem Kommando "dsmc q mgmt -det" kann man sich die entsprechenden Parameter selbst anzeigen lassen. Grundsätzlich muß man zwischen archivierten und gesicherten Daten unterscheiden. Die Aufbewahrungsdauer ist auch in den TSM-Richtlinien beschrieben.
    Bei Archiv-Daten ist die Regel einfach: sie werden am LRZ per Voreinstellung 10 Jahre aufbewahrt (Parameter: Retain Version).
    Bei Backup-Daten ist die Sache komplizierter: Insgesamt werden am LRZ von jeder Datei bis zu 3 Versionen aufbewahrt (Parameter: Versions Data Exists). Die inaktiven Versionen einer Datei werden nach 6 Monaten gelöscht (Parameter: Retain Extra Versions, Retain Only Version), aktive Versionen werden nie gelöscht.
    Wenn Sie andere Anforderungen haben, wenden Sie sich an die Ansprechpartner am LRZ, indem Sie Ihr Anliegen in einem Incident im LRZ-Servicedesk-Portal formulieren.

  4. Wie kann ich sicherstellen, dass der Scheduler immer läuft?

    Unter Unix durch den automatischen Start beim Booten der Workstation entweder durch die Aufnahme des Startbefehls (s.o.) in ein rc-File oder den Eintrag in der Datei "/etc/inittab":

    TSM::once:/usr/TSM/dsmc sched > /dev/null 2>&1

    Siehe dazu auch die Unterkapitel 5.1.1.6, 5.1.1.7 und den Abschnitt 10.f des TSM Best Practice Guide (PDF).
    Unter Windows wird der entsprechende Dienst so konfiguriert, dass er beim Reboot des Rechners automatisch gestartet wird.

  5. Muss meine IP-Adresse am LRZ registriert werden?

    Da ein Verbindungsaufbau zum TSM-Server immer vom Client ausgeht, muss der Server, sprich das LRZ, für die Registrierung auch keine IP-Adresse wissen.

  6. Wozu braucht man das Kommando "dsmadmc"?

    Als normaler Anwender gar nicht. Mit ihrer Hilfe wird der Server administriert. Wer wenig Platz auf seinem Rechner hat, kann diese Kommandos auch löschen bzw. die entsprechenden Pakete (TSM Administrative Client) erst gar nicht installieren.

  7. Ist Archivierung das gleiche wie Backup?

    In Kapitel 2.1 des TSM Best Practice Guide (PDF) werden die Begriffe erläutert und im Unterkapitel 2.1.5 werden die Unterschiede zwischen Archive und Backup erklärt.

  8. Was geschieht mit symbolischen Links?

    Die symbolischen Links werden bei Archive und Backup unterschiedlich behandelt.
    Die Verarbeitungsart wird von jeweils einer Variablen gesteuert, die Sie in dsm.opt oder auf Kommandozeile definieren können.
    Im Fall von Archive heißt die Variable ARCHSYMLINKASFILE, im Fall von Backup heißt die Variable FOLLOWSYMBOLIC. Bitte entnehmen Sie die genaue Beschreibung der Variablen der Hersteller-Dokumentation Ihres Clients.
    Die default Einstellungen der beiden o.g. Variablen vom TSM Client sind folgendermaßen gewählt:
    Beim Backup werden symbolische Links nicht aufgelöst. Wird die Datei restauriert, so entsteht wieder ein symbolischer Link, der auf denselben Dateipfad verweist wie vorher. Es ist nicht möglich, einem symbolischen Link auf ein Verzeichnis zu folgen, um innerhalb von TSM eine Datei zusuchen.

    Bei der Archivierung werden symbolische Links aufgelöst. Es entsteht also eine Archivdatei mit dem Pfadnamen, den der symbolische Link hatte und dem Inhalt, den die Datei zum Zeitpunkt der Archivierung hatte, auf den der Link zeigt. Man kann das gezielt nutzen, um der Archivdatei einen bestimmten Namen zu geben, es kann sich aber auch als nachteilig erweisen, wenn eine Datei mehrere Namen hatte und nicht mehr bekannt ist, unter welchem sie archiviert wurde. In dem Sonderfall, dass ein ungültiger Link (Ziel nicht (mehr) vorhanden) archiviert wird, sichert TSM nur den entsprechenden Link.

    In beiden Fällen kann diese Behandlung symbolischer Links dazu führen, dass Dateien spurlos verschwunden zu sein scheinen, wenn sie unter einem anderen Namen gesucht werden als sie angelegt wurden. Beim Backup, der ja in der Regel automatisch und regelmäßig erfolgt, ist der "richtige" Name immer der, der keinen Link enthält; bei der Archivierung hingegen der, der beim Archivierungsvorgang tatsächlich verwendet wurde.

  9. Ist ein File Space das gleiche wie ein Filesystem?

    Der Begriff File Space in TSM ist verwandt mit dem OS seitigen Begriff gemountetes Filesystem.

    In sehr vielen Fällen wird ein gemountetes Filesystem oder genauer gesagt ein Mount-Point, auf den ein Filesystem gemountet wird, auf ein File Space abgebildet.

    Zu den Attributen eines File Spaces gehört aber auch der Typ vom Filesystem.

    Deswegen wird z.B. ein lokal gemountetes Filesystem /fs und ein, per Netzwerk (NFS) gemountetes, Filesystem /fs mit denselben Daten in zwei verschiedenen File Spaces gespeichert.

    TSM unterteilt die Menge, der für einen Node gespeicherten Dateien in File Spaces, die völlig getrennt voneinander verwaltet werden. Die Option "subdir=yes" bedeutet also genau genommen nicht die Hinzunahme aller Unterverzeichnisse, sondern nur derjenigen, die im gleichen File Space liegen. Die Grenzen der File Spaces werden dabei zunächst durch die Konfiguration der Dateisysteme auf den Ausgangsrechnern bestimmt (auf Unix-Systemen etwa durch die Grenzen der Filesysteme, unter Windows durch die Laufwerke). Jeder Client-Administrator kann durch die Definition so genannter virtueller Mountpoints neue Grenzen und damit neue File Spaces schaffen.

    Man muss sich daher darüber im Klaren sein, dass für TSM die Welt an der File Space Grenze zu Ende ist. Man kann sich daher in aller Regel nicht über alle seine Dateien informieren, indem man unter Angabe von "-subdir=yes" nach "/*" sucht; vielmehr muss diese Suche für jeden File Space gesondert durchgeführt werden.

    Ein exotisches, aber dafür umso heimtückischeres Problem tritt auf, wenn Dateien im falschen File Space gelandet sind, etwa wie folgt:

    a. Der File Space "/a" wird eingerichtet.

    b. Die Datei "/a/b/c" wird archiviert und landet im File Space "/a".

    c. Der File Space "/a/b" wird eingerichtet.

    d. Die Datei "/a/b/c" wird gesucht, und zwar im File Space "/a/b", und folgerichtig nicht gefunden. In diesem Fall hätte

    man explizit nach "{/a/}b/c" suchen müssen.

    Für die Verfolgung solcher Probleme braucht man eine Liste der File Spaces, die man mit dem Kommando "dsmc q filespace" erhält.

  10. Wie müssen unter Unix die Zugriffsrechte gesetzt sein?

    Sofern die Installationsprozedur nicht schon selbst für korrekte Zugriffsrechte sorgt, werden folgende Einstellungen empfohlen: 755 oder rwxr-xr-x für Verzeichnisse und ausführbare Dateien, 644 oder rw-r--r-- sonst). Eine Ausnahme bildet lediglich die Datei dsmtca. Sie muss root gehören und mit einem s-Bit versehen sein (etwa durch die Maske 4755 bzw. rwsr-xr-x).

  11. Was bedeutet die Meldung client is down level?

    Diese Fehlermeldung erscheint nur bei älteren TSM-Client Versionen.

  12. Wie kann ich das Passwort für meinen Node ändern und aus welchen Zeichen darf es bestehen?

    Das Passwort kann mit Hilfe der grafischen Oberfläche (GUI) über Dienstprogramme → Kennwort ändern oder mit Hilfe des Kommandos "dsmc set password" geändert werden.

    Das Passwort muss zwischen 8 Zeichen und 63 Zeichen lang sein, Groß-/Kleinschreibung wird nicht berücksichtigt.
    Es darf aus folgenden Zeichen bestehen:

    • Buchstaben a - z

    • Ziffern 0 - 9

    • Sonderzeichen + (Plus), . (Punkt), _ (Unterstrich), - (Bindestrich) und & (Kaufmannsund)

  13. Kann ich auf einen TSM-Node von verschiedenen Betriebssystemen aus zugreifen?

    Jain. Bei einigen UNIX Varianten wäre das technisch möglich, aber aufwendig zu realisieren. Davon ist aber generell abzuraten, da ein OS Flag für jeden TSM Node in der internen TSM Datenbank gesetzt wird und beim Zugriff von einem anderen OS eventuell so überschrieben wird, dass die Zugriffe auf den Node danach so blockiert werden und ein manueller Zugriff auf die TSM DB zur Freigabe nötig wird. Die Seiteneffekte in solch einem Fall sind unübersehbar und Datenverlust ist kaum vermeidbar. Besonders gefährlich ist der Zugriff von Windows auf UNIX Nodes.

    Sehen Sie dazu auch Abschnitt 10.b des TSM Best Practice Guide (PDF).

  14. Ist es möglich, die Dateien mit TSM verschlüsselt abzulegen oder zu übertragen?

    Im Abschnitt 10.f des TSM Best Practice Guide (PDF) wird die Einrichtung der Verschlüsselung beim TSM Client und deren Überprüfung erläutert.

  15. Woher kommen alle diese Dateien "dsmerror.log" in vielen meiner Verzeichnisse?

    Der TSM-Unix-Client gibt Fehlermeldungen auf "stderr" aus und schreibt sie gleichzeitig in eine Datei namens "dsmerror.log" im aktuellen Directory geschrieben. Um zu erreichen, dass dieses File immer am gleichen Ort abgelegt wird, setzt man die Variable "DSM_LOG", z.B.

    DSM_LOG=$HOME; export DSM_LOG (Bourne-Shell)

    bzw.

    setenv DSM_LOG $HOME (C-Shell)

  16. Wie kann ich überprüfen, wann meine Archivdaten verfallen?

    Abfrage über die Unix Bash

    1. Methode (Ausgabe der Verzeichnisse, die an einem bestimmten Tag/Monat/Jahr verfallen)

    Mit dsmc q fi die filespaces ihres Nodes anzeigen lassen, dann für jeden filespace:
    dsmc q ar  "<FILESPACE>/*" -subdir=yes -Quiet |sed 's/+\///g'|awk -F' ' '{ print $5"  "$6}' |grep <Verfallsdatum>

    Das Verfallsdatum kann Jahr, Monat.Jahr oder Tag.Monat.Jahr sein.
    Beispiel mit dem filespace /lrz/dat/* und dem Verfallsdatum 7.2022:
    dsmc q ar  "/lrz/dat/*" -subdir=yes -Quiet |sed 's/+\///g'|awk -F' ' '{ print $5"  "$6}' |grep 07.2022

    gibt aus, dass folgende Verzeichnisse im Juli 2022 verfallen:

    /lrz/dat/TSM  10.07.2022
    /lrz/dat/TSM/Script  10.07.2022
    /lrz/dat/TSM/Script/6.2  10.07.2022
    /lrz/dat/TSM/Script/6.2/check-homeelem-foribmTS3500-2-rzg.sh  10.07.2022
    /lrz/dat/TSM/Script/6.2/check-homeelem-foribmTS3500-2-rzg.sh  10.07.2022
    /lrz/dat/TSM/Script/6.2/check-homeelem-foribmTS3500-2-rzg.sh  10.07.2022

    2. Methode (Ausgabe der Verzeichnisse, die in einem bestimmten Zeitraum archiviert worden sind)

    Achtung: Bitte beachten Sie dass die Verfallszeit 10 Jahre beträgt (aktuelles Datum - 10 Jahre)

    Mit 'dsmc q fi' die filespaces ihres Nodes anzeigen lassen, dann für jeden filespace:

    dsmc q ar  "<FILESPACE>/*"  -subdir=yes –Quiet  yes -fromdate=<FROMDATE> -todate=<TODATE>

    Beispiel für /lrz/dat/ ,FROMDATE =09.07.2010 TODATE=09.07.2012

    dsmc q ar "/lrz/dat*"  -subdir=yes  –Quiet  -fromdate=09.07.2010 -todate=09.07.2012

    Abfrage über die TSM GUI für Windows und Unix
     
    1. TSM Client starten
    2. Auf Retrieve klicken oder Actions -> Retrieve Package
    3. Dann auf Edit -> Find
    4. Date anhaken, dann Files Archived anhaken
    5. Das gewünschte Datum wählen, dabei aber beachten dass Sie 10 Jahre (Verfallszeit) zurückrechnen müssen.
    6. Auf Search klicken und die filespaces werden ausgegeben

  17. Wie viele Dateien und welche Datenmenge kann ich in einem Node speichern?

    In einem Node sollten maximal 10 Millionen Dateien bzw. 20TB gespeichert werden. Wie viele Dateien oder welche Dateimenge in ihren Nodes gespeichert sind können Sie im DATWeb unter Occupancy überprüfen.

    Der Grund für die Beschränkung ist der sehr schnelle Anstieg der Wiederherstellungszeit bei dem Überschreiten dieser Schwellen-Richtwerte: Bis 10 Millionen Files bzw. 20TB in einem Node ist die Wiederherstellung performant. Ab 30 Millionen Dateien bzw. 100TB in einem Node wird die Wiederherstellung im vollen Umfang kaum durchführbar.

    Teilen Sie ihre Backups/Archive bei zu großer Dateianzahl oder Datenmenge in mehrere Nodes auf.

    Für weitere Fragen zum aufteilen der Daten in mehrere Nodes wenden Sie sich bitte an unseren Servicedesk

  18. Brauche ich eine Oracle JAVA Lizenz für den Einsatz von IBM Spectrum Protect?
    Nein, Sie brauchen keine zusätzliche Lizenz, solange die mitgelieferten Java-Produkte nicht für die Entwicklung anderer Programme oder Anwendungen verwendet werden.

    Im Detail:
    -  Unter AIX und Windows wird IBM Java Runtime Environment verwendet. Sie haben weiterhin das Recht, diese Java-Technologiekomponenten ohne zusätzliche Kosten gemäß den Bedingungen der IBM Produktlizenz zu verwenden.
    - Alle anderen Plattformen verwenden Oracle Java. Hier hat IBM eine umfassende Vereinbarung mit Oracle geschlossen, die IBM das Recht einräumt, Java-Technologie mit IBM-Produkten zu bündeln. Die kommerziellen Preise von Oracle haben keine Auswirkungen auf den IBM-Kunden, der Java-Produkte unter der IBM-Produktlizenz verwendet. Es ist nicht erforderlich, sich an Oracle zu wenden, um Java-Produkte zu lizenzieren oder zu unterstützen.

...